Sonntag, 1. Mai 2016

Ich

Mein Inneres strahlt wärme aus. Als hätte ich Fieber. Jenes Fieber das einen schwächt, wärmt, und langsam in den Schlaf wiegt. Nicht mehr bewegen, nicht mehr denken. Wie ein liebevolles Koma das einen sanft zudeckt. Mentale Räumlichkeit. Betäubt. Intakte Kommunikation. Du empfängst dieses Signal aus meinem Körper, jetzt, in diesem Moment. Was sich nun in dir befindet ist meinem Körper entsprungen. Wo >ich< bin? Ich weiß es nicht. Im Herzen, im Gehirn, eine Seele oder in all den kleinen elektrischen Impulsen die durch meinen Organismus fließen.

Meine Realität fühlt sich benommen an. Wird relativ. Ich sehe meinen Körper im Weltall treiben, zwischen funkelnden Sternen und buntem Nebel, umgeben von den Klängen die wir hören. Wir beide. Denn Zeit sind nur vier voneinander getrennte Ziffern, und wir sind die Summe unserer Gedanken. Wann immer du dich in meiner Gedankenwelt befindest, bin auch ich dort. Versinke in meinen Worten wie in Treibsand. Lass dich verschlucken. Betrete mein Inneres. Finde mich.


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