Sonntag, 1. Mai 2016

Verblassend

Heller, seltener Schnee fällt langsam herab und legt sich sanft verschlingend über alles von Menschen erschaffene. Die Stadt versinkt. Ich wandere durch die Orte an die es niemanden zieht, mein Fieber hält mich warm. Blackouts, immer wieder. Ich kämpfe dagegen an.

Was wird von mir übrig sein, wenn ich nicht mehr bin? 

Ich hinterlasse kein Vermächtnis. Mit einem Fingerschnipp wird mein Leben, meine Existenz, mein gesamtes dasein verschlungen sein. Als hätte es mich nie gegeben, und innerhalb von dem Bruchteil einer Sekunde wird die Erde sich in unvorstellbarer Geschwindigkeit um sich selbst drehen und zugrunde gehen, weil die Zeit sich durch meinen Tod auflöst.

Die Vergangenheit.. ich vermisse sie. Sie tanzt vor meinen Augen, und doch kann ich sie nicht greifen. Bedeutungslosigkeit. Wenn mein Körper loslässt, möchte ich an den Ort meiner inneren Welt fliehen und dort verweilen. Wo auch immer das sein mag, bei unendlicher Zeitspanne wird vielleicht irgendwann jemand in meinen Traum hinabsteigen und in mir einen Freund finden.



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